Meine Homepage über Tokio Hotel

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Konzert auf Umwegen


Fernsehen & co

"Och bitte Papa! BITTE!!!!", flehte ich meinen Vater an. Doch der blieb hart "Nein du gehst nicht aufs Tokio Hotel Konzert du bist doch noch viel zu jung dafür!", motzte er. "Was?" Ich war verblüfft "Du denkst ich wäre zu jung dafür? Och das ist ja so gemein! MAN!!! Ich bin alt genug. Lass mich doch einfach mit meinen Freundinnen da hingehen!? Bitte bitte bitte bitte!" Aber mein Vater meinte nur: "Nein mein Entschluss steht fest! Du gehst nicht auf ein Konzert von Tokio Hotel klar?!" "Man Papa das ist echt gemein", schrie ich ihn an, hockte mich vor den Fernseher und schaute im Programm was lief. Schließlich entschied ich mich für eine Reportage auf RTL. Sie handelte über Teenies in der Pubertät und so. Doch auf einmal waren sie nicht mehr bei pickligen Gesichtern  und fettigen Haaren, nein auf einmal berichteten sie über Tokio Hotel. Ich war total aus dem Häuschen machte lauter und hörte genau zu. Sie berichteten grade darüber das bei den Konzerten immer so viele Mädchen umkippen und warum das so ist. Auf einmal sagte mein Vater, den ich schon gar nicht mehr wahrgenommen hatte: "Siehst du das ist nichts für kleine histerische Zicken! Da kippen die doch alle nur der Reihe nach um! Du hast da gar nix verloren!" Ich zuckte zusammen. Warum mussten Väter nur immer so fies sein? Wütend rannte ich auf mein Zimmer. Dabei knallte ich alle Türen zu die mir in den Weg kamen. Oben angekommen warf ich mich aufs Bett und schlug wie wild auf mein Kissen ein. Ich war so sauer! Als sich meine Wut etwas gelegt hatte nahm ich mein Handy und rief meine Beste Freundin Tina an. "Ja? Jessy bist du's?", meldete sie sich. "Ja ich bin's, murmelte ich leise. Tina war vollkommen aus dem Häuschen: "Super das du anrufst! Man ich freu mich ja so. Mein Vater hat das total locker geregelt und mir direkt ne Karte gekauft! Jaaaa Oberhausen wir kommen!!!...Jessy???...Hey bist du noch dran...?" Ich hatte angefangen zu schluchzen, zwar so leise das keiner es hörte, aber ich brachte keinen Ton mehr raus. Schließlich überwand ich den Kloß in meinem Hals und stotterte: "Cool....find ich echt klasse....nur..." "Was denn?", fragte Tina forschend. "Ach nichts...", meinte ich. Ich konnte es ihr jetzt nicht sagen. Ich wollte ihr nicht die super Stimmung verderben! Also sagte ich rasch: "Öhm... ich erklär's dir morgen. Muss jetzt aber noch Hausaufgaben für Mathe machen!! Bye" Damit legte ich einfach auf. Ich wartete nicht noch darauf das sie "tschüss" sagte oder fragte was los sei. Eine Zeit lang lag ich nur so da, dann drehte ich mich auf die Seite schaute das Poster von Bill neben mir an und fing an zu weinen. Die Tränen kullerten mir die Wangen runter und alles verschwamm vor meinen Augen. So schlief ich dann ein.

Schule

Am nächsten Morgen hatte ich schwarze Striche unter den Augen, weil ich am Tag zuvor vergessen hatte mich abzuschminken. Deshalb musste ich mich jetzt doppelt so schnell fertig machen wie sonst. Als ich in die Küche kam nahm ich mir schnell mein Brot und die Jacke und ging aus dem Haus. Mein Vater schlief noch, aber das war ja nicht schlimm da ich seit gestern ja sowieso nicht mehr mit ihm redete. Er schlief meistens noch wenn ich morgens zur Schule ging, da er ziemlich oft Nachtschicht hatte. Tina war immer noch total Happy als ich in der Schule ankam, doch plötzlich nahm sie mich zur Seite und fragte: "Du? Was ist denn los?" Ich schüttelte fragend den Kopf "Wieso was soll denn los sein?", fragte ich total unschuldig. "Na ja du hast doch irgendwas! Ich meine du hast dich gestern kein bisschen mit gefreut und auf einmal musstest du noch Mathe machen obwohl wir gar nichts auf hatten, und sag jetzt nicht du hättest ne freiwillige Aufgabe gemacht das glaub ich dir sowieso nicht!" "Ja ok ich sag's dir...aber ich wollte dir einfach nicht die Freude verderben! Also mein Vater hat gesagt ich...darf nicht mit zum Tokio Hotel Konzi gehen!" "Was???", fragte Tina entsetzt, "Aber ich dachte...ich dachte wir gehen da gemeinsam hin...ich dachte wir basteln uns Schilder auf denen steht: >TH is the best!!!< oder wir stehen von morgens 5 Uhr in der Kälte um nachmittags um 5 Uhr reingelassen zu werden! Und jetzt sagst du ,du kommst nicht mit?!" Sie sackte auf ihrem Stuhl zusammen und sagte keinen Ton mehr, den ganzen Tag lang. Als wir wieder vom Bus nach Hause gingen holte sie auf einmal tief Luft und meinte: "Ich kann meinem Vater doch mal sagen er soll mit deinem reden oder...." Langsam wurde ich sauer "Ach komm vergiss es ja?! Chance verpasst!!! Mein Vater würde nie seine Meinung ändern er sieht's doch gerne wenn ich leide!!!" Doch dann schaute ich in Tinas Augen eigentlich hatte sie klare grüne Augen, doch jetzt waren sie verschwommen. Tina hatte Tränen in den Augen. Sie tat mir so Leid, wir hatten uns geschworen immer füreinander da zu sein und immer alles mögliche zusammen durchzustehen und wir freuten uns schon seit ewiger Zeit auf das Konzi von Tokio Hotel! Ich zögerte er's doch dann sagte ich: "Naja...probieren geht über studieren...wir könnens ja mal versuchen, und wenn's nicht klappt.....dann....finden wir bestimmt auch irgendeinen Weg!" Tina strahlte mich an, sofort beschleundigte sie ihren Gang. "Ist dein Vater jetzt zu Hause?", fragte sie mich. "Ja müsste er...wieso?" "Gut meiner auch!", erwiderte sie. Dann rannte sie nach Hause. Ich ging auch Heim ,zwar nicht so schnell wie Tina, aber immerhin schneller als sonst. Als ich die Haustür aufschloss stand mein Vater am Telefon, verdrehte die Augen und murmelte zwischendurch irgendwas unverständliches. Ich blieb stehen und lauschte. Als mein Vater augelegt hatte fragte ich: "Wer war das?" "Tinas Vater", sagte Papa. Ich wurde neugierig "Und? Was wollte er?" "Er wollte mich überreden dich zu diesem Konzert zu schicken, aber ich hab NEIN gesagt! Du sollst da nicht hin!" , meinte Papa kühl. Ich sagte scharf: "Stimmt, du gönnst mir ja überhaupt nichts!" Dann nahm ich meine Tasche und ging hoch. Den ganzen Tag machte ich nur Hausaufgaben und telefonierte mit Tina. Am Ende des Tages hatten wir einen Plan ausgeschmiedet wie ich am nächsten Samstag doch auf das Konzert gehen könnte. Dann legte ich auf, weil ich den ganzen Tag lang nichts gegessen hatte und ging runter. Mein Vater wollte gerade zur Arbeit fahren, wie so oft hatte er wieder mal Nachtschicht! Plötzlich sagte er noch: "Kannst du denn ein Geschenk für deinen Cousin noch besorgen? Der hat nächste Woche Samstag Geburtstag!" "ohh äh...ja klar! Muss ich denn da mit hingehen???", fragte ich. "Das wäre sehr nett ja!", sagte Papa drehte sich um und ging. Ich stöhnte. Familienbesuche waren immer schrecklich! Mein Vater legte sehr großen Wert drauf! Ich war ihm vollkommen egal, aber um Oma, Opa, Tante, Onkel machte er immer einen Riesen Wirbel!

Fluchtversuche

Eine Woche später stand ich so früh wie möglich auf und schlich ins Bad. Nachdem ich mich fertig gemacht hatte ging ich langsam und leise die Treppe runter. Ich zog mir meine Stiefel und die Steppjacke an, nahm meine Tasche und wollte grade die Haustür öffnen, da hörte ich es oben poltern. Plötzlich stand mein Vater im Morgenmantel am Treppenabsatz und funkelte mich böse an "Wo willst du denn hin?", fauchte er mich an, "Etwa zum Konzert?" Langsam kam er die Treppe runter und streckte seine Hand aus. Erst wusste ich nicht was er wollte doch dann sagte er: "Die Karte! Du sollst mir nur deine Karte geben..." Ich schaute ihn erst mit leerem Blick an bevor ich den Reisverschluss der Tasche öffnete und die Karte rauszog. Meine Vater riss sie mir schon aus der Hand und steckte sie in seine Jackentasche. Dann wies er mich nach oben in mein Zimmer. Mit gesenktem Kopf schlurfte ich den Gang entlang in mein Zimmer. Als erstes rief ich bei Tina an und sagte ihr das ich nicht mitkommen könne und das es mir furchtbar leid tut. Dann erst wunderte ich mich warum mein Vater mir nicht direkt eine Standpauke gehalten hatte und mich angeschrieen hatte. Doch es war wahrscheinlich nur die Müdigkeit gewesen.

Schere Gedanken

Doch die Standpauke fiel auch nicht aus! Nein, mein Vater hatte sie auf den Nachmittag verschoben, weil da ja auch die ganze Familie mit rumhockte und doof daneben saß! Aber jetzt wurde ich nicht nur von meinem Vater beschimpft, nein von allen Seiten hörte ich: "Wie konntest du nur?" oder "Was fällt dir eigentlich ein?!" Schließlich hielt ich's nicht mehr aus und rannte raus ich wollte in den Garten auf der Bank sitzen und einfach nur ausspannen. Aber die Bank war besetzt, also nahm ich die Schaukel. Ich setzte mich schaukelte ein bisschen, legte meine Hände auf die Oberschenkel und fing an bitterlich zu weinen. Ich nahm meine ganze Umgebung nicht mehr war, ich dachte nur daran wie es hätte sein können mit Tina aufs Konzert zu gehen und sich vor Bill, Tom, Georg und Gustav die Kehle aus dem Hals zu kreischen. Ich überlegte wie das alles passiert war, und warum?! Ich konnte nur einen richtigen Grund finden, und zwar meine Mutter. So weit ich mich an sie erinnern konnte war sie ein recht netter und freundlicher Mensch gewesen, doch seitdem sie weg war hatten mein Vater und ich keinerlei Kontakt mehr zu ihr. Und meinem Vater fehlte diese Freude...ihm fehlte es von jemandem richtig geliebt zu werden! Er wusste das ich nur noch bei ihm war weil er mein einziger Erziehungsberechtigter war und ich wusste das er mich schon längst in ein Heim gesteckt hätte wenn er meiner Mutter nicht versprochen hätte sich um mich zu kümmern! Ich hatte schon einen Salat statt einem Kloß im Hals und meine Knie waren auch ganz nass. Ich war so sehr in meine Gedanken vertieft das ich nicht merkte das irgendjemand von hinten auf mich zukam. Dieser jemand setzte sich neben mir auf die Schaukel und ich merkte immer noch nichts. Erst als mein Vater "Na", sagte schreckte ich hoch. "Was machst du denn hier?", fragte ich ihn schluchzend. "Das gleiche wie du", sagte er, "nachdenken...über das was ich in den letzten Jahren alles Falsch gemacht habe!" Ich guckte ihn müde an. Plötzlich meinte ich: "Ja also ich hab mich aber auch nicht wirklich gut benommen...und heute morgen das war sowieso..." Papa schaute mich an. Plötzlich nahm er mich in den Arm "Es tut mir Leid das ich dich immer so schlecht behandelt hab und heute nicht zum Konzert gehen lassen hab", sagte er. Ich drückte ihn noch fester "Ja, und mir tut es Leid das ich immer so schlecht über dich geredet habe und so..."

Birthday

Die Sache mit der Schaukel war nun schon 3 Monate her, und mein Vater und ich verstanden und prächtig! Heute war ein ganz besonderer Tag, es war mein Geburtstag! Papa hatte mir versprochen, das wir heute ohne Familie feiern würden! Der Tag fing erst mal schon total super an, als Papa mir das Frühstück ans Bett brachte und wir gemeinsam frühstückten. Danach kam Tina vorbei und brachte mir ihr Geschenk. Es waren ein paar wunderschöner Ohrringe mit blauen Steinchen. Dann fuhren wir zu dritt in einen hammergeilen Freizeitpark und verbrachten dort den Tag. Abends als wir wieder zu Hause ankamen drückte Papa mir auf einmal einen Briefumschlag in die Hand und sagte: "Das ist mein Geschenk für dich!" Dabei grinste er wie ein Honigkuchenpferd. Ich packte es aus und holte zwei Karten für Tokio Hotel raus! Ich fing an zu kreischen und fiel meinem Vater lachend um den Hals. Doch der kitzelte mich und deutete noch mal auf den Umschlag. Ich nahm ihn guckte noch mal genau und...tatsächlich das waren nicht nur die zwei Karten fürs Konzert sondern auch zwei Backstagekarten!!! Ich kriegte vor staunen den Mund nicht mehr zu. Ich gab Papa dafür einen Riesen Schmatzer !
Zwei Wochen später durften wir dann endlich zwischen al den anderen kreischenden Mädchen stehen und mit schreien! Und das beste war, wir durften uns sogar auch mit Tokio Hotel unterhalten!!!        



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